Stahr Immobilien

Immobilienwert ermitteln: Was das Vergleichswertverfahren wirklich zeigt

Luftaufnahme einer Wohnstraße mit Einfamilienhäusern und Preisangaben als Beispiel für das Vergleichswertverfahren bei Immobilien. | Vergleichswertverfahren

Wer eine Immobilie verkaufen möchte, steht vor der entscheidenden Frage: Welcher Preis ist realistisch? Das Vergleichswertverfahren gibt darauf eine praxisnahe Antwort. Aber Vorsicht, Immobilien sind selten genau gleich. Auch hier müssen Individualitäten berücksichtig werden.

 

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Modernes Einfamilienhaus in der Abenddämmerung mit beleuchteten Fenstern – Symbolbild für Immobilienbewertung, Wertermittlung und professionelle Einschätzung des Immobilienwerts.

 

Wie der Immobilienwert durch Marktanalysen ermittelt wird

Das Vergleichswertverfahren nutzt die Verkaufspreise von ähnlichen Immobilien in der Umgebung, um den Wert einer Immobilie zu bestimmen. Faktoren wie Lage, Größe, Baujahr, Zustand, Ausstattung und Grundstücksgröße sind hierbei entscheidend. Je ähnlicher diese Merkmale mit der zu bewertenden Immobilie sind, desto präziser ist der Vergleich. „Gutachter, Sachverständige und erfahrene Makler nutzen Kaufpreissammlungen, Marktdaten und ihr regionales Wissen“, erklärt Thomas Stahr, Geschäftsführer von Thomas Stahr Immobilien in Augsburg.

Die Methode ist besonders realitätsnah, da sie den Wert nicht theoretisch bestimmt, sondern auf tatsächlichen Markttransaktionen basiert. Für Verkäufer ist dies nützlich, da es oft eine Diskrepanz zwischen Wunsch- und Marktpreis gibt. „Ein überhöhter Preis kann potenzielle Käufer abschrecken und die Verkaufszeit verlängern, während ein zu niedriger Preis finanzielle Chancen verschenkt“, betont Stahr.

Wann der Vergleichswert besonders geeignet ist

Das Verfahren ist besonders effektiv, wenn genügend vergleichbare Verkäufe vorhanden sind. In Mehrfamilienhäusern mit mehreren Eigentumswohnungen, in Wohnanlagen oder in Siedlungen mit ähnlichen Reihen- und Doppelhäusern lassen sich Vergleichsdaten oft gut nutzen. Auch Grundstücke können so bewertet werden, sofern Lage und Nutzung ähnlich sind.

Bei einzigartigen Immobilien wird es schwieriger. „Eine außergewöhnliche Villa, ein renovierungsbedürftiges Bauernhaus oder ein Architektur-Unikat sind schwer direkt vergleichbar“, sagt Stahr. In solchen Fällen kann das Vergleichswertverfahren dennoch Anhaltspunkte liefern, sollte aber durch andere Methoden ergänzt werden. Entscheidend ist die Verfügbarkeit verlässlicher Marktdaten.

Die Notwendigkeit der Anpassung von Vergleichswerten

Kein Objekt gleicht einem anderen vollständig. Selbst zwei Wohnungen in demselben Gebäude können im Wert variieren, abhängig von Modernisierungen, Ausrichtung, Balkon, Stellplatz oder Aufzug. „Vergleichspreise werden daher nicht eins zu eins übernommen, sondern professionell angepasst“, erklärt Stahr. Auch energetische Aspekte, Renovierungsbedarf, Mikrolage und aktuelle Nachfrage fließen in die Bewertung ein.

Eine fachkundige Bewertung berücksichtigt diese Unterschiede und bewertet sie realistisch. Dadurch entsteht ein Preis, der auf soliden Marktdaten und fundierter Einschätzung basiert und nicht nur auf Bauchgefühl oder Online-Angeboten beruht.

Möchten Sie wissen, wie viel Ihre Immobilie wert ist? Kontaktieren Sie uns! Wir beraten Sie gern, bewerten Ihr Objekt professionell und empfehlen Ihnen einen passenden Angebotspreis.

 

 

Hinweise

In diesem Text wird aus Gründen der besseren Lesbarkeit das generische Maskulinum verwendet. Weibliche und anderweitige Geschlechteridentitäten werden dabei ausdrücklich mitgemeint, soweit es für die Aussage erforderlich ist.

 

Rechtlicher Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Steuer- oder Rechtsberatung im Einzelfall dar. Bitte lassen Sie die Sachverhalte in Ihrem konkreten Einzelfall von einem Rechtsanwalt und/oder Steuerberater klären.

 

Foto: © Wordliner/Bild erstellt mit OpenAI’s Dall-E

 

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